Diebkäfer (Ptinidae)

Beschreibung:

Es gibt vier als Schädlinge relevante Spezies:

  1. Ptinus tectus (Australischer Diebskäfer)
  2. Ptinus fur (Kräuterdieb)
  3. Niptus hololeucus (Messingkäfer)
  4. Gibbium psylloides (Buckelkäfer)

Diese Spezies sind durchschnittlich 1,7 – 4 mm lang und haben einen mattbraunen bis rötlichen Körper mit gelblichen Haaren. Der Buckelkäfer unterscheidet sich allerdings und ist glänzend rotbraun und unbehaart.

Diebskäfer haben 11fach segmentierte Fühler und zeigen eine Reihe spinnenartiger Eigenschaften, wie einen gedrungenen, kurzen Körper, lange Beine und eine oft haarige Erscheinung.

Verhalten:

Diebskäfer sind gesellig und nachtaktiv, sie verbringen den Tag in Ritzen und Spalten in Wänden und zwischen Möbeln.  Sie sind besonders häufig in alten Gebäuden wo sie viele Verstecke finden.

Diebskäfer befallen alle Arten von trockenen tierischen und pflanzlichen Produkten wie Getreide, Gewürze und Fischmehl. Sie suchen in Abfall nach Nahrung und die Larven bohren Löcher um einen Platz zum Verpuppen zu finden. Dabei zerstören sie Verpackungsmaterialien und verunreinigen Lebensmittel.

Unter ungeheizten Bedingungen gibt es jährlich 1 - 2 Generationen der Käfer. Alle Stadien außer Eiern und jungen Larven können überwintern. Der Höhepunkt der Aktivität von Diebskäfern liegt im August bis November.

Verbreitungsgebiet:

Alle vier Spezies findet man heute weltweit.

Lebensraum:

Diebskäfer haben eine Vorliebe für dunkle und feuchte Bereiche und fressen besonders an nässegeschädigten Lebensmitteln. Befälle kommen oft ursprünglich aus Vogelnestern. Diebskäfer sind zunehmend im Wohnbereich verbreitet, wo sie auf Dachböden, in Wandhohlräumen und Bodenrissen zu finden sind.

Getreidespeicher und Bäckereien bieten Diebskäfern ebenfalls optimale Vermehrungsbedingungen und Nahrungsquellen. Buckelkäfer tolerieren Kälte und können lange Zeit ohne Nahrung auskommen.

Schadwirkung:

Diebskäfer verschlechtern die Qualität von Lagergut in dem sie dieses mit Gespinsten und Kot verunreinigen. Die Larven bohren sich in Verpackungsmaterialien und in die Getreidekörner selbst, sowie in Säcke und andere Materialien und hinterlassen charakteristische Löcher.

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