Schabenarten in brasilianischen Bäckereien

In mehreren brasilianischen Bäckereien wurde im Rahmen einer Studie ein starker Befall durch Deutsche Schaben (Blattella germanica) mit Hilfe von Klebefallen festgestellt.

Weitere Schabenarten wurden auf den Fallen zunächst nicht gefunden. Während der Behandlung mit Ködergel, die in den späten Abendstunden erfolgte, liefen in einer Bäckerei einige Nymphen der Braunen Großschabe auf dem Boden umher. Gegen Ende der Behandlung wurden die ersten toten Larven und Imagines der Braunen Großschabe in der Backstube entdeckt. 

 

Braune Großschabe auf Brot

Am folgenden Tag wurde eine gründliche Inspektion in dem gesamten Betrieb durchgeführt, bei der  mehr als 350 Braune Schaben gefunden wurden und vor allem Entwicklungsstadien vorhanden waren. Sechs adulte Amerikanische Schaben waren ebenfalls dabei. Am 2. Morgen wurden noch zirka 50 Tiere gefunden und an den folgenden Tagen jeweils nur noch wenige Tiere.

 

Amerikanische Schaben an Mauer

Aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise hatte sich die Braune Schabe unbemerkt in Hohlräumen unter der Bäckerei etabliert. Die Amerikanischen Schaben flogen nur nachts in die Bäckerei ein, um Nahrung zu suchen, während die Nymphen sich außerhalb der Gebäude in der Kanalisation entwickelten. Die Deutschen Schaben wurden durch die Behandlung ebenfalls innerhalb weniger Tage stark reduziert.

Während die Braune Schabe bisher noch selten ist, ist die Amerikanische Schabe bereits in den Kanal- und Fernheizungssystemen vieler Großstädte etabliert und dringt von dort nachts in Gebäude ein.

Großschaben der Gattung Periplaneta, z. B. die Amerikanische Schabe P. americana, die Australische Schabe P. australasiae und die Braune Schabe P. brunnea werden zunehmend auch in Mitteleuropa gefunden.

Während die Braune Schabe bisher noch selten ist, ist die Amerikanische Schabe bereits in den Kanal- und Fernheizungssystemen vieler Großstädte etabliert und dringt von dort nachts in Gebäude ein. Die Australische Großschabe hat sich seit 100 Jahren in Gewächshäusern mit tropischem Klima ausgebreitet und ist inzwischen auch in angrenzenden Restaurants zu einem Problem geworden.

Die Lebensweise der Großschaben unterscheidet sich von der bei uns häufigen Deutschen Schabe, was auch Auswirkungen auf die Befallsermittlung und Bekämpfung hat. Die Arten sind streng nachtaktiv und verlassen ihre Verstecke erst bei Dunkelheit. Ein Befall wird daher leicht über einen längeren Zeitraum übersehen, zumal Schabenklebefallen, die häufig zur Befallsermittlung von Schädlingen eingesetzt werden, nicht von diesen Arten begangen werden.

Die Maxforce Ködergele sind die optimale Antwort gegen Schaben, die sich innerhalb der  Gebäude befinden und deren Larven sich an zum Teil schwer zugänglichen Stellen entwickeln. Großschaben wie die Amerikanische Schabe, die nur nachts in Gebäude eindringen, werden ebenfalls von den Ködern erfasst. Allerdings muss beachtet werden, dass Großschaben mit den gängigen Schabenklebefallen nur schwer nachzuweisen sind, da die Tiere diese Fallen weitgehend meiden.