Häufig gestellte Fragen zu Racumin Schaum

An welchen Stellen kann ich Racumin Schaum ausbringen?

Racumin Schaum kann gegen Wanderratten und Hausmäuse im Inneren von Gebäuden wie Lagerräumen, Betrieben, Gerüstkonstruktionen, in Dachstühlen, entlang der Versorgungsleitungen (Daten-, Strom-, Wasser-, Heizungsleitungen usw.), oberhalb abgehängter Decken oder in Hohlräumen und Mauerdurchbrüchen angewendet werden. Pro Applikationsort werden 20 – 30 g Racumin Schaum ausgebracht.


Racumin Schaumbarrieren an Kabeln, an denen die Tiere hochklettern.

Vor der Ausbringung von Racumin Schaum muss der Befallsbereich untersucht werden, damit die Bauten und Laufwege der Tiere gefunden werden, an denen der Schaum appliziert werden kann. Die Ausgänge der Bauten sowie Engpässe, die von den Nagern regelmäßig durchlaufen werden sind besonders geeignet. Da es sich bei Racumin Schaum um ein Aerosol handelt, kann dieser auch in das Innere von Hohlräumen gesprüht werden, wo das Produkt aufschäumt. Hierbei ist zu beachten, dass der Racumin Schaum nur in Innenräumen angewendet werden darf.


Racumin Schaumbarriere an Engpass


Racumin Schaum auf Rohren, die von den Tieren als Laufwege verwendet werden.

Wichtig: Bei der Anwendung an Stellen, an denen Lebens- bzw. Futtermittel gelagert, zubereitet bzw. verzehrt werden, muss ein Abstand von mindestens  2 Metern eingehalten werden.

Wie lange bleibt Racumin Schaum stabil?

Racumin Schaum bleibt nach der Ausbringung zirka 28 Tage stabil. Der zusammengefallene Schaum wirkt danach analog zu Haftpulver, wenn Mäuse oder Ratten ihn durchlaufen. Die Aufnahme des Wirkstoffes durch die Nager erfolgt während des Putzens.

Wie nehmen die Tiere den im Schaum enthaltenen Wirkstoff auf?

Ratten und Mäuse orientieren sich vor allem akustisch und olfaktorisch sowie über den Tastsinn.  Um diese Sinnesorgane funktionsfähig zu erhalten, müssen Mäuse sie in kurzen Abständen immer wieder durch sorgfältiges Putzen reinigen, was dann zur zwangsweisen Aufnahme des Wirkstoffes führt.

Ich habe gelernt dass Antioagulantien  der 1. Geneneration nicht nachhaltig gegen Mäuse wirksam sind.  Wieso ist das bei Racumin Schaum anders?

Hausmäuse sind generell etwas weniger empfindlich für antikoagulante Rodentizide als Ratten, brauchen also eine etwas längere Beköderung.  Es gibt tatsächlich auch resistente Stämme, die sowohl gegen die Wirkstoffe der ersten Generation, als auch gegen Bromadiolone oder Difeancoum resistent sein können.  Letztere sind nur mit den höchst potenten Wirkstoffen oder einem Nicht-Antikoagulant zu bekämpfen. 

Bei allen anderen lässt sich der Bekämpfungserfolg durch die Verwendung des Schaumes wesentlich verbessern. Mäuse haben nur einen kleinen Aktivitätsradius und besuchen dort mehrere Futter- bzw. Köderstellen, an denen sie jeweils nur kleine Mengen der Nahrung fressen. Die Aufnahme einer ausreichenden Menge des Wirkstoffes über Fraßköder ist damit nicht immer gewährleistet.

Racumin Schaum hat jedoch einen erhöhten Wirkstoffanteil im Vergleich zu Fraßködern und Coumatetralyl befindet sich in dem Schaum in gelöster Form. Während des Putzens nehmen die Tiere größere Mengen an Coumatetralyl auf, das sofort von den Schleimhäuten resorbiert wird und in die Blutbahn gelangt. Hinzu kommt, dass Mäuse, die den Köder nicht annehmen, dem Schaum nicht ausweichen können und so „zwangsbehandelt“ werden. Der Anteil an Coumatetralyl, der von Mäusen nach dem Kontakt mit dem Racumin Schaum aufgenommen wird, ist deswegen höher als die Wirkstoffmenge die innerhalb von 24 Stunden mit Fraßköder konsumiert wird. So werden auch Mäuse bekämpft, die relativ unempfindlich sind bzw. die Köder meiden.

Welche Wirkung hat Coumatetralyl gegenüber Ratten und Mäusen?

Coumatetralyl hemmt die Blutgerinnung und führt innerhalb von 3 bis 4 Tagen zum Tod der Tiere.

Coumatetralyl gehört zu den Antikoagulantien und ist ein Cumarinderivat, das in seiner Struktur dem Vitamin K ähnelt, das eine wichtige Rolle bei der Blutgeringung spielt.  Der Wirkstoff  blockiert die Prothrombinsynthese in der Leber und verhindert damit die Blutgerinnung bei Verletzungen. Die lethale Wirkung dieser Präparate setzt verzögert 2 bis 3 Tage nach der ersten Aufnahme der Köder ein. Coumatetralyl gehört zur  ersten Generation der Antikoagulantien und muss mehrfach aufgenommen werden, wobei es sich in der Leber anreichert bis eine lethale Dosis erreicht wird.  Bei versehentlicher Aufnahme Antikoagulantien-haltiger Köder muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Vitamin K kann als Antidot gegeben werden.

Wie wird verhindert, dass der Schaum versehentlich durch den Menschen aufgenommen wird?

Der Bitterstoff Bitrex bietet Schutz gegen versehentliche Aufnahme durch Menschen.

Bitrex ist die bitterste Substanz, die bisher bekannt ist. Chemisch handelt es sich um Denatoniumbenzoat oder Denatoniumsaccharinat. Beim Menschen erzeugt eine Konzentration dieser Substanz von 10 ppm einen extrem bitteren Geschmack. Ratten und Mäuse nehmen den Bitterstoff bei einer Konzentrationen von 10 ppm kaum wahr.