Definition ‘Vorratsschädlinge’

Vorratsschädlinge fallen in zwei Ordnungen von Insekten

  • Coleoptera (Käfer)
  • Lepidoptera (Falter)

Jede der beiden Ordnungen enthält Arten die als Primärschädlinge ganze, unbeschädigte Getreidekörner befallen können und Sekundärschädlinge, welche erst nach einer Schädigung des Korns mit dem Fraß beginnen. Schäden durch Vorratsschädlinge können durch Verunreinigung und sekundäre Pilzinfektionen Verluste von bis zu 10 Prozent ergeben.

Sekundäre und primäre Schädlinge

Primäre Schädlinge unter den Käfern sind Kornkäferarten, der Getreidekapuziner und Plattkäfer. Der Rotbraune Reismehlkäfer ist ein sekundärer Schädling. 

Die wichtigsten Schädlinge unter den Falterarten sind sekundär, sie fressen besonders an bereits verarbeiteten Nahrungsmitteln und kommen deswegen häufig  in privaten Küchen und Speisekammern vor.

Viele Schädlinge befallen gelagertes Getreide. Dies findet oft in Abfolge satt: Primärer Schädling, dann folgt der sekundäre Schädling. Eier werden im Getreidekorn abgelegt oder im teilweise verarbeiten Lebensmittel, wie Mehl oder Kleie, wo die Larven dann bis zur Verpuppung fressen.

Mottenlarven suchen sich normalerweise ein Versteck abseits ihrer Futterquelle um sich zu verpuppen, die ausgewachsenen Tiere paaren sich und Eier werden auf passenden Nahrungsquellen abgelegt.

Frisch geschlüpfte ausgewachsene Käfer fressen Getreide und finden in der Struktur des Silos/Lagerhauses  Schutz, bevor sie neue Nahrungsquellen suchen.

Kontrollmöglichkeiten

Logistisch:

Kühle Temperaturen (10 ° C) reduzieren die Vermehrungsrate. Niedrige Luftfeuchtigkeit und gute Belüftung reduzieren Insektenaktivität und verringern gleichzeitig auch die Pilzentwicklung. 

Pheromonfallen helfen bei der Artenkontrolle, besonders bei Motten und zeigen an ob und wann Handlungsbedarf besteht. Die Entwicklung vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier kann Wochen oder Monate dauern so dass ein Befall nicht sofort erkennbar ist.

Chemisch:

Der Lagerraum sollte zwischen einzelnen Mengen eingelagerten Getreides behandelt werden. Das Getreide selbst sollte vor der Einlagerung mit einem Insektizid mit Residualwirkung  behandelt werden.

Diese Beimischung bewirkt, dass die Wirkstoffmenge nicht so schnell durch fotochemischen Abbau reduziert wird, während die mikrobielle Aktivität niedrig bleibt. Somit ist eine lange Schutzwirkung möglich. 

Begasung mit Methylbromid war in der Vergangenheit häufig.


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